LockDown und kein Ende?

… sehen Sie den Unterschied?

Der Lockdown ist bis zum 31. Januar verlängert und schon werden Stimmen laut, ihn bis Ostern zu verlängern.

Dabei verwundert es ja doch, dass Ostern so eine hohe Bedeutung in der Gesellschaft hat, über ein Ende des LockDown zu Aschermittwoch denkt niemand ernsthaft nach.

Für das Presbyterium der Evangelischen Gemeinde Duisburg-Hochfeld war es kein einfacher Schritt, kurz vor Weihnachten die Präsenzgottesdienste und den Großteil der Gemeindeveranstaltungen einzustellen. In den Tageseinrichtungen für Kinder besteht bis heute eine große Unsicherheit, ob Betreuung stattfindet oder nicht.

Etwas leichter schien die Entscheidung, die Gottesdienste auch weiter bis zum Ende des „harten Lockdown“ ausfallen zu lassen. Dies werden wir aber monatlich überprüfen, zumal wir aus dem ersten Lockdown wissen, wie schwierig es ist, die Präsenzgottesdienste wieder aufzunehmen.

Aus der Gemeinde kam die Anfrage nach Alternativen. Die sind im ersten Lockdown untergegangen, weil wir immer gedacht haben, das geht ja schnell vorbei. Aktuell versuchen wir, Ihnen hier und da eingestreut so gut es geht die geistliche Heimat auch zu Hause nahe zu bringen. Dazu in Kürze mehr.

Für den Moment kann ich Sie nur einladen, sich per Mail oder Telefon im Gemeindebüro zu melden, wenn Sie ein Anliegen haben. Wir sind auch im LockDown für Sie da.

Gott befohlen!

Stefan Lüben p.

Frohes neues Jahr

Manchmal lohnt sich der Blick nach oben (HKM in Hüttenheim)

Den ganzen Morgen telefoniere ich vor mich hin und koordiniere, hier und da vergesse ich auch mal den förmlichen Neujahrsgruß oder besser: er bleibt mir im Halse stecken.

Das neue Jahr, das so still begonnen hat, muss sich nach meiner Meinung die Fröhlichkeit erst noch verdienen, die Lage bleibt ernst mit allen Konsequenzen für Familien, Senioren, Schüler und Kinder. Leider kann man Kontakte nicht durch ein Rettungsprogramm der Regierung ersetzen, menschliche Nähe bleibt im Moment Mangelware.

Aber – deshalb komm ich auf den Blick nach oben – da ist ja immer noch die Zusage, dass wir trotz aller Einsamkeit in diesen Tagen nicht allein sind. Heute steht der Lehrtext in Johannes 15,7: „Wenn ihr in mir bleibt und meine Worte in euch bleiben, werdet ihr bitten, was ihr wollt, und es wird euch widerfahren“.

Na dann wünsche ich doch mal von Herzen ein gesundes, erfolgreiches, frohes und gesegnetes neues Jahr und blicke nach oben…

Stefan Lüben p.

Vorwärts blicken

Blick in den Rheinpark

Das neue Jahr fing ruhig an, hier und da gab es versprengte Feuerwerkskörper und leider auch den einen oder anderen vom Feuerwerk versprengten Körper. Aber es war sehr ruhig. Trotzdem stand ich um Mitternacht am Fenster und hörte die Glocken der Pauluskirche, nur für ein Foto war es viel zu wenig Feuerwerk.

Am nächsten Morgen fuhr ich dann ein wenig mit dem Fahrrad durch Hochfeld, es war immer noch ruhig und nebelig, aber auch schon betriebsam, wie man an den Kaminfahnen über der DK sehen kann.

So liegt ein neues Jahr vor uns, unbenutzt, unbeschrieben und wir tragen ein paar Schulden des alten Jahres ein: Die Pandemie hat uns immer noch im Griff, die Zahlen nehmen nicht merklich ab, die Kritik an den Maßnahmen auch nicht.

Man wird wohl mit etwas Abstand nur mit Barmherzigkeit weiter kommen: Das Bemühen der Einzelnen barmherzig zu werten, die Entscheidungen in Leitungsgremien und Politik barmherzig zu betrachten und vielleicht auch die eine oder andere Störung in Familie und Nachbarschaft barmherzig zu vergessen. Hinterher ist man immer schlauer und es ist schon ein Akt der Barmherzigkeit, nicht immer bösen Willen zu unterstellen, wo man nach bestem Wissen gehandelt hat.

Jesus Christus spricht: Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist! (Lk. 6,36), in diesem Sinne Ihnen ein gesegnetes und barmherziges neues Jahr.
Stefan Lüben p. 

Heiligabend 2020

 

Der Baum steht,
die Krippe ist aufgebaut,
der Adventskranz steht auf Stufe 4,
eigentlich könnte alles sein wie immer.

Aber in diesem merkwürdig ausgebremsten Jahr
ist nichts wie immer
und wir müssen selber sehen,
was wir daraus machen.

Drei Ratschläge kann ich dazu geben:

1. Wenn Sie sich unter dem Weihnachtsbaum etwas vorlesen wollen:
in Lukas 2 steht die bekannte Weihnachtsgeschichte.
2. Unbdingt sollten Sie Heiligabend nach draußen lauschen:
Die Evangelische Kirche schlägt vor um 19 Uhr „Oh du Fröhliche“ zu singen,
die Katholische Kirche hat dazu aufgerufen um 20 Uhr „Stille Nacht“ zu singen,
andere Kirchen läuten einfach ihre Glocken. Machen Sie doch einfach mit.
3. Und allen, die über die Feiertage für das Essen zuständig sind, sei noch gesagt:
Der 3. Feiertag ist ein Sonntag!

Trotz aller widrigen Umstände
wünsche ich Ihnen allen Weihnachtsfreude!

Martin Hoffmann

Zucker in der Apokalypse

Wenn man bei den bevorzugten Discountern in Hochfeld durch die Regale läuft, kommt es einem manchmal so vor, als sei doch alles gar nicht so schlimm: Toilettenpapier und Speiseöl sind in ausreichender Menge vorhanden.

Aber: Anders als letztes Jahr gibt es auch noch ausreichend weihnachtliche Süßigkeiten. Vielleicht sind ja die Menschen aus Gründen des verordneten Bewegungsmangels zu der Erkenntnis gekommen, dass Obst und Gemüse gesünder sind, dabei fällt mir ein, dass ich ja dringend noch einkaufen muss, damit ich morgen nicht mit dem halben Dorf im Laden stehe.

Leider greift in den sozialen Medien auch eine zeitweise wirklich unweihnachtliche Stimmung um sich, es sind leider hasserfüllte Parolen und scharfmachende Kommentare zu lesen. Es scheint schwierig und kompliziert, die Menschen annehmend aufzuklären, Pandemiebekämpfung ist nun mal keine Privatangelegenheit.

Schließlich waren es nicht die Weisen aus dem Morgenland oder der Herbergswirt in Bethlehem, sondern die Hirten auf dem Felde, die der Engel Botschaft von der Erlösung der Welt vernommen haben. Es waren die einfachen Leute, die die Geburt des Erlösers in die Welt getragen haben, da sollten wir doch freudig verbreiten können, wie man Ansteckung vermeidet?

Es grüßt Sie herzlich

Stefan Lüben p.

4. Advent

Auf der Rheinpromenade in Wanheim

Heute war es nun genug mit der Herumsitzerei, Papier liegt genug auf dem Schreibtisch, aber es ist Sonntag, vierter Advent.

Also rauf aufs Rad und einfach mal der Sonne entgegen fahren. Aber erstaunlicherweise sind viele Menschen im Rheinpark, der Verkehr auf der Wanheimer Straße ist belebt und ich sehe sehr zu meinem Erstaunen ganze Familien in Pulks herumlaufen. War da nicht was mit LockDown und Abstand?

Aber die neuen Wege im Rheinpark haben mich das schnell vergessen lassen, rheinaufwärts über die Bahntrasse dann durch Wanheimerort an die Promenade mit allerhands Abstechern, immer schön langsam, adventlich, damit man mit niemandem zusammen stößt.

Ziemlich kurz vor Hüttenheim musste ich mal kurz anhalten und das Bild oben, das mir ins Auge stach, festhalten. Da kämpft sich ein Frachter in der Nachmittagssonne gegen den Strom vorwärts.

Die optimistischen Wolken aus dem Kokskühlturm und die Sonne hinter den Blättern scheinen zu unterstützen, dass hinter der nächsten Flussbiegung immer noch Weg zurückzulegen ist und nicht plötzlich der Frachter aus dem Bild kippt.

Der Advent lebt aus der Hoffnung auf das Nahen des Erlösers, wir leben aus der Hoffnung, dass trotz aller Zahlen und Nachrichten am Ende uns ein Morgen erwartet.

Es grüßt Sie herzlich

Stefan Lüben p.

Präsenzgottesdienste fallen aus Gründen des Infektionsschutzes aus

Das Presbyterium der evangelischen Gemeinde Duisburg-Hochfeld hat gestern lange und intensiv mit sich gerungen, bis zum Schluss gehofft, diskutiert und dann am Ende doch den Schutz der Gesundheit der Gemeindeglieder höher bewertet. Die Absage der Gottesdienste ist uns dabei nicht leicht gefallen, es gab nur ganz selten ein so knappes Ergebnis. Bis zum 10.01.2021 fallen die Präsenzgottesdienste in Hochfeld aus.

Dabei waren die Gottesdienste für Heiligabend eigentlich schon fertig.

Nun stehen wir zum zweiten Mal in diesem Jahr ohnmächtig vor dem Unvermeidlichen und verzichten auf Gottesdienste.

Aber wir verzichten nicht auf Weihnachten, das kann uns auch keine Pandemie nehmen.

Dass unser Heiland kommt, der Erlöser in der Welt ist, das bleibt besonders in der aktuellen Krise wahr, sein Kommen war still, ärmlich und klein. Nun werden wir ein besinnliches Weihnachten feiern und möglichst zu Hause bleiben.

Wir hoffen inständig, dass der nun beschlossene Lockdown den gewünschten Erfolg bringt und uns die Senkung der Infektionszahlen und ein Impfstoff zumindest im Laufe des kommenden Jahres der Normalität wieder etwas näher bringt.

Die Glocken der Pauluskirche werden während des Lockdown um 15:00 Uhr täglich rufen, sich zu besinnen und die Hoffnung nicht aufzugeben.

Martin Hoffmann in die erste Pfarrstelle gewählt

Bei der Pfarrwahl am 08.12.2020 hat das Presbyterium der Evangelischen Gemeinde Duisburg-Hochfeld Herrn Pastor Martin Hoffmann einstimmig zum 01.01.2021 in die erste Pfarrstelle gewählt.

Im Wahlgottesdienst unter Leitung von Superintendent Pfr. Dr. Christoph Urban waren 11 von 13 stimmberechtigten Mitgliedern des Presbyteriums anwesend.

Die Wahl ist der Gemeinde nach den Bestimmungen des § 8 Pfarrstellengesetz an den beiden auf die Wahl folgenden Gottesdiensten bekannt zu geben.

Jedes mindestens 16 Jahre alte, zum Heiligen Abendmahl zugelassene Gemeindeglied kann spätestens eine Woche nach der zweiten Abkündigung des Wahlergebnisses, also  bis zum 27.12.2020, bei dem Superintendenten des Evangelischen Kirchenkreises Duisburg einen schriftlich begründeten Einspruch gegen Lehre, Wandel und Gaben des Gewählten oder wegen Verletzung der Vorschriften des Wahlverfahrens erheben.

Hoffnung klingt über Hochfeld

Die mittlere Glocke der Pauluskirche (Foto: Bernd Baßfeld)

Glocken sind ganz besondere Musikinstrumente: Sie entstehen aus Feuer, Schweiß und Erz, ertönen allein oder zusammen und aufeinander abgestimmt oft über Jahrhunderte in den Kirchtürmen zu festen Zeiten des Tages, sie geben Orientierung und laden zum Gebet. Die drei Glocken der Pauluskirche in Hochfeld haben eine lange und bewegte  Geschichte hinter sich, aber sie läuten immer noch dreimal täglich; bei einer wird die Hoffnung ganz groß geschrieben.

Die drei Bronzeglocken wurden um 1875 in dem damals noch spitz gedeckten Turm befestigt, doch so wie die gesamte damalige Bauausführung der Pauluskirche eher mangelhaft war, so waren auch die Glocken nicht von besonders guter Qualität. Schon wenige Jahre nach dem Bau der Kirche musste man 1896 umfangreich sanieren. Auch die Glocken wurden umgegossen und neu gehängt, wo sie bis zum Abtransport im Ersten Weltkrieg bleiben durften – die Pauluskirche war ihrer Stimme beraubt.

Im März 1924 wurde das neue Geläut, diesmal gegossene Stahlglocken vom Bochumer Verein, später Teil des Krupp-Konzerns, geliefert. Der Klang über Hochfeld blieb nicht lange, denn 1942 fielen Brandbomben auf das Kirchendach, so dass nur die Kirchen- und Turmmauern noch standen. Die Glocken waren in den Turm gestürzt und hingen dort verklemmt und stumm, bis sie 1948 wieder an ihren Platz in den Turm kamen und sie am 5. September 1948 wieder über dem Stadtteil läuteten.

Seitdem klingen die drei Gussstahlglocken in den Tönen fis, a und h über Hochfeld hinweg. Anlässlich einer Begutachtung im Glockenturm fand sich allerdings eine Besonderheit an der mittleren Glocke: Im Gegensatz zu den andern beiden Glocken hat diese einen Namen. Die Zier trägt den Spruch: „Hoffnung lässt nicht zuschanden werden (Römer 5,5)“, auf der Rückseite der Glocke steht noch einmal das Wort „HOFFNUNG“. Sie ist morgens, mittags und abends zu hören und läutet Hoffnung über Hochfeld.

Rolf Schotsch

Hygienekonzept angepasst

Das Presbyterium der Evangelischen Gemeinde Duisburg-Hochfeld hat wegen der massiv steigenden Infektionszahlen mit dem neuartigen Coronavirus in seiner Sitzung am 02. November 2020 folgende Maßnahmen zum Schutz der Gesundheit der Gottesdienstbesucher beschlossen:

Die Anzahl der Gottesdienstbesucher wird ab sofort inklusive Mitarbeitenden auf 42 festgelegt. Somit können maximal 38 Besucher am Gottesdienst teilnehmen.

Die Mund-Nase-Bedeckung ist während des gesamten Besuchs vom Betreten der Kirche bis zum Verlassen zu tragen. Auch am Platz muss die Mund-Nase-Bedeckung getragen werden.

Zwischen Angehörigen verschiedener Haushalte ist auf jeden Fall auch mit der Mund-Nase-Bedeckung der Mindestabstand von 1,50 Metern einzuhalten.

Im Kirchraum werden nur die Plätze besetzt, auf denen die aktuelle Not-Liturgie mit Schreibunterlage und Kugelschreiber ausgelegt ist. Die ausgelegten Not-Liturgien sind nach Sitzplan nummeriert. Die eingenommenen Plätze dürfen nicht mehr gewechselt werden. Angehörige gleicher Haushalte können die angebotenen Doppelplätze besetzen.

Auf der Rückseite der Not-Liturgie erfassen wir die erforderlichen Angaben zur Rückverfolgbarkeit. Diese geben Sie bitte am Ausgang ab, die Angaben werden mit dem Sitzplan in einem verschlossenen Umschlag für vier Wochen aufbewahrt und dann datenschutzkonform vernichtet. Lediglich auf Anforderung des Gesundheitsamtes werden diese Umschläge geöffnet, ein anderer Zugriff auf diese Daten ist ausgeschlossen.

Das Presbyterium bittet die Gemeinde dringend, an der Senkung der Infektionsraten mitzuwirken und die getroffenen Regelungen zu beachten.