Pädagogische Herausforderung

Die Evangelische Gemeinde Duisburg-Hochfeld sucht ab 01.08.2021 zunächst befristet bis zum 31.07.2022 eine

Pädagogische Fachkraft (m/w/d)
für eine Teilzeitstelle im Umfang von 19,5 Std./Woche
im Rahmen der Plus-Kita Förderung.

Die evangelische Tageseinrichtung für Kinder betreut derzeit 53 Kinder im Alter von 3 bis 6 Jahren. Durch die Lage im sozialen Brennpunkt haben diese Kinder einen besonderen Betreuungsbedarf in Hinsicht auf die frühkindliche Bildung und sprachliche Förderung. Wir suchen eine pädagogische Fachkraft, die sich diesem besonderen pädagogischen und sozialen Anspruch mit Engagement und Phantasie stellt.

Aufgabenprofil:
Betreuung, Pflege und Förderung der Kinder in Bezug auf Sozialverhalten, Motorik, kognitive und kreative Fähigkeiten
Planung, Durchführung und Reflexion der pädagogischen Arbeit
Beobachtung und Dokumentation von Lernprozessen

Anforderungsprofil:
abgeschlossene Ausbildung zum/zur staatlich anerkannten Erzieher/in oder einer vergleichbaren anerkannten Ausbildung mit Berufserfahrung
Bereitschaft zur Fort- und Weiterbildung
Teamfähigkeit

Wir bieten:
Entgelt nach BAT-KF
Zusätzliche Altersvorsorge über die Kirchliche Zusatzversorgungskasse
Eigenständige und verantwortungsvolle Tätigkeit
ein gut funktionierendes und motiviertes Team
fachliche Begleitung und gute Fortbildungsmöglichkeiten
Regelmäßige Teambesprechungen

Wenn Sie an dieser Tätigkeit interessiert sind, freuen wir uns auf Ihre schriftliche Bewerbung bis zum 31.07.2021 an:

Ev. Gemeinde Duisburg-Hochfeld
z.H. Frau Hoffmann
Am Burgacker 14-16
47053 Duisburg.

Für telefonische Auskünfte steht Ihnen Herr Sebastian Wittke
unter der Telefonnummer: 0203 / 6 95 97 gerne zur Verfügung.

Schnee und Eis und Straßenbahn

Hin und wieder – auch beim Blick aus dem Fenster – kommt man ja auf dumme Ideen. Man wähnt den Autorenkreis der Bibel in warmen Regionen und denkt, dass die dort Schnee nicht kennen.

Weit gefehlt, es gibt 28 Stellen, vorwiegend im Alten Testament, in denen Schnee erwähnt wird. Meist als Vergleich, gerne als Bild für bestimmte Aussagen, nur ganz selten aber als Ereignis.

So steht in Daniel 7, 9: „Da sah ich: Throne wurden aufgestellt, und einer, der uralt war, setzte sich. Sein Kleid war weiß wie Schnee und das Haar auf seinem Haupt wie reine Wolle; Feuerflammen waren sein Thron und dessen Räder loderndes Feuer.“

Ein wenig von der Unschuldsfarbe des Schnees hat sich bis heute erhalten an der weißen Weste, das weiße Gewand kennt keine Schuld, es deckt auch alle Schuld zu … genau wie der Schnee, der heute fein und in Massen weiter fällt.

Und in den Nachrichten heute hört man weniger von Corona, Geld und Erdogan, heute spricht man mehr von Schnee und Eis und Straßenbahn.

Bleiben Sie behütet!

Stefan Lüben p.

Lichtfenster

Kerze
Kerze

http://www.ekd.de/lichtfenster

Barmherziger Gott,

„Licht ist das Kleid, das du anhast (Ps 104, 2)
Deswegen zünde ich eine Kerze an
und stelle sie ins Fenster, um allen jenen zu leuchten,
die unter der Pandemie leiden, die besorgt sind und Angst haben,
die erschöpft sind von all der Hilfe, die sie geben wollen,
die verzweifelt sind wegen all der Überforderung und dem Streit, die sie erzwingt.

„Der HERR, mein Gott, macht meine Finsternis licht.“ (Ps 18,29)
I
ch bitte für alle, die allein sind und einsam,
die nicht besucht werden dürfen, die ohne Trost und Begleitung bleiben,
segne sie mit Deiner Gegenwart und mache alle,
die pflegen und versorgen, zu Engeln Deines Lichtes.

„Jesus Christus spricht: ich bin das Licht der Welt …“ (Joh 8,12)
Ich bete für alle Menschen, die an Corona erkrankt sind
und um ihr Leben kämpfen,
schenke Ihnen Licht und Luft, Kraft und Mut,
dass sie zurückfinden in ihr Leben.

„Denn bei Dir ist die Quelle des Lebens,
und in deinem Lichte sehen wir das Licht“ (Ps 36, 10)
Auch bitte ich für alle Menschen,
die an Corona gestorben sind, hier und überall auf der Welt,
nimm sie auf in dein Reich und schenke Ihnen ein Licht, das ihre Seele wärmt,
und tröste alle, die weinen müssen um ihre Toten.

Gott, ich bitte dich aber auch für mich selbst und meinen Partner,
für meine Kinder und Enkel, für meine Familie und meine Freunde,
und für meine Feinde auch.
Segne und behüte sie und uns alle, dass wir Zuversicht und Hoffnung behalten
in diesen dunklen Zeiten.

Amen.

Elfmeterschießen nach Verlängerung?

pauluskirche-im-schnee
pauluskirche-im-schnee

Man kann mir ja vieles vorwerfen, aber nicht, dass ich Ahnung von Fußball hätte. Trotzdem scheint es mir, als müsse in der aktuellen Krise eine Entscheidung erzwungen werden, die Nachrichten sind voll von der Krise, es geht um Zahlen, Impfungen und Hygienerichtlinien.

Nun zeigt sich Hoffnung, die Zahlen sinken offensichtlich kurz nachdem eine weitere Verschärfung der Maßnahmen beschlossen wurde. Vielleicht fehlte es da an Geduld, in den Niederlanden regt sich Widerstand und auch die Querdenker in Deutschland sind immer noch deutlich zu vernehmen.

Wir hoffen aktuell auf ein Ende des „harten Lockdown“ Mitte Februar und bereiten jetzt schon alles vor, um möglichst kurzfristig Gottesdienste wieder aufnehmen zu können. Nach dem Lockdown im März 2020 haben wir dafür einen glatten Monat gebraucht, das wird jetzt schneller gehen.

Trotzdem müssen wir vorsichtig bleiben, es wird bei der Rückverfolgbarkeit der Gottesdienstteilnehmer bleiben und bei der Maskenpflicht im Gottesdienst, diese Vorsichtsmaßnahmen können wir frühestens aufheben, wenn die Inzidenzzahlen ihren hoffnungsvollen Weg nach Unten fortgesetzt und sich dort auch stabilisiert haben.

Ich spreche von Hoffnung? Ja, ich spreche immer von Hoffnung, denn in meinem Leben hat sich an manchen Stellen deutlich gezeigt, dass man bessern nach vorne blickt als nach hinten. Deshalb bleibe ich fröhlich in Hoffnung, geduldig in Trübsal, beharrlich im Gebet (Rö. 12, 12).

Bleiben Sie behütet!

Stefan Lüben p.

LockDown und kein Ende?

… sehen Sie den Unterschied?

Der Lockdown ist bis zum 31. Januar verlängert und schon werden Stimmen laut, ihn bis Ostern zu verlängern.

Dabei verwundert es ja doch, dass Ostern so eine hohe Bedeutung in der Gesellschaft hat, über ein Ende des LockDown zu Aschermittwoch denkt niemand ernsthaft nach.

Für das Presbyterium der Evangelischen Gemeinde Duisburg-Hochfeld war es kein einfacher Schritt, kurz vor Weihnachten die Präsenzgottesdienste und den Großteil der Gemeindeveranstaltungen einzustellen. In den Tageseinrichtungen für Kinder besteht bis heute eine große Unsicherheit, ob Betreuung stattfindet oder nicht.

Etwas leichter schien die Entscheidung, die Gottesdienste auch weiter bis zum Ende des „harten Lockdown“ ausfallen zu lassen. Dies werden wir aber monatlich überprüfen, zumal wir aus dem ersten Lockdown wissen, wie schwierig es ist, die Präsenzgottesdienste wieder aufzunehmen.

Aus der Gemeinde kam die Anfrage nach Alternativen. Die sind im ersten Lockdown untergegangen, weil wir immer gedacht haben, das geht ja schnell vorbei. Aktuell versuchen wir, Ihnen hier und da eingestreut so gut es geht die geistliche Heimat auch zu Hause nahe zu bringen. Dazu in Kürze mehr.

Für den Moment kann ich Sie nur einladen, sich per Mail oder Telefon im Gemeindebüro zu melden, wenn Sie ein Anliegen haben. Wir sind auch im LockDown für Sie da.

Gott befohlen!

Stefan Lüben p.

Frohes neues Jahr

Manchmal lohnt sich der Blick nach oben (HKM in Hüttenheim)

Den ganzen Morgen telefoniere ich vor mich hin und koordiniere, hier und da vergesse ich auch mal den förmlichen Neujahrsgruß oder besser: er bleibt mir im Halse stecken.

Das neue Jahr, das so still begonnen hat, muss sich nach meiner Meinung die Fröhlichkeit erst noch verdienen, die Lage bleibt ernst mit allen Konsequenzen für Familien, Senioren, Schüler und Kinder. Leider kann man Kontakte nicht durch ein Rettungsprogramm der Regierung ersetzen, menschliche Nähe bleibt im Moment Mangelware.

Aber – deshalb komm ich auf den Blick nach oben – da ist ja immer noch die Zusage, dass wir trotz aller Einsamkeit in diesen Tagen nicht allein sind. Heute steht der Lehrtext in Johannes 15,7: „Wenn ihr in mir bleibt und meine Worte in euch bleiben, werdet ihr bitten, was ihr wollt, und es wird euch widerfahren“.

Na dann wünsche ich doch mal von Herzen ein gesundes, erfolgreiches, frohes und gesegnetes neues Jahr und blicke nach oben…

Stefan Lüben p.

Vorwärts blicken

Blick in den Rheinpark

Das neue Jahr fing ruhig an, hier und da gab es versprengte Feuerwerkskörper und leider auch den einen oder anderen vom Feuerwerk versprengten Körper. Aber es war sehr ruhig. Trotzdem stand ich um Mitternacht am Fenster und hörte die Glocken der Pauluskirche, nur für ein Foto war es viel zu wenig Feuerwerk.

Am nächsten Morgen fuhr ich dann ein wenig mit dem Fahrrad durch Hochfeld, es war immer noch ruhig und nebelig, aber auch schon betriebsam, wie man an den Kaminfahnen über der DK sehen kann.

So liegt ein neues Jahr vor uns, unbenutzt, unbeschrieben und wir tragen ein paar Schulden des alten Jahres ein: Die Pandemie hat uns immer noch im Griff, die Zahlen nehmen nicht merklich ab, die Kritik an den Maßnahmen auch nicht.

Man wird wohl mit etwas Abstand nur mit Barmherzigkeit weiter kommen: Das Bemühen der Einzelnen barmherzig zu werten, die Entscheidungen in Leitungsgremien und Politik barmherzig zu betrachten und vielleicht auch die eine oder andere Störung in Familie und Nachbarschaft barmherzig zu vergessen. Hinterher ist man immer schlauer und es ist schon ein Akt der Barmherzigkeit, nicht immer bösen Willen zu unterstellen, wo man nach bestem Wissen gehandelt hat.

Jesus Christus spricht: Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist! (Lk. 6,36), in diesem Sinne Ihnen ein gesegnetes und barmherziges neues Jahr.
Stefan Lüben p. 

Heiligabend 2020

 

Der Baum steht,
die Krippe ist aufgebaut,
der Adventskranz steht auf Stufe 4,
eigentlich könnte alles sein wie immer.

Aber in diesem merkwürdig ausgebremsten Jahr
ist nichts wie immer
und wir müssen selber sehen,
was wir daraus machen.

Drei Ratschläge kann ich dazu geben:

1. Wenn Sie sich unter dem Weihnachtsbaum etwas vorlesen wollen:
in Lukas 2 steht die bekannte Weihnachtsgeschichte.
2. Unbdingt sollten Sie Heiligabend nach draußen lauschen:
Die Evangelische Kirche schlägt vor um 19 Uhr „Oh du Fröhliche“ zu singen,
die Katholische Kirche hat dazu aufgerufen um 20 Uhr „Stille Nacht“ zu singen,
andere Kirchen läuten einfach ihre Glocken. Machen Sie doch einfach mit.
3. Und allen, die über die Feiertage für das Essen zuständig sind, sei noch gesagt:
Der 3. Feiertag ist ein Sonntag!

Trotz aller widrigen Umstände
wünsche ich Ihnen allen Weihnachtsfreude!

Martin Hoffmann

Zucker in der Apokalypse

Wenn man bei den bevorzugten Discountern in Hochfeld durch die Regale läuft, kommt es einem manchmal so vor, als sei doch alles gar nicht so schlimm: Toilettenpapier und Speiseöl sind in ausreichender Menge vorhanden.

Aber: Anders als letztes Jahr gibt es auch noch ausreichend weihnachtliche Süßigkeiten. Vielleicht sind ja die Menschen aus Gründen des verordneten Bewegungsmangels zu der Erkenntnis gekommen, dass Obst und Gemüse gesünder sind, dabei fällt mir ein, dass ich ja dringend noch einkaufen muss, damit ich morgen nicht mit dem halben Dorf im Laden stehe.

Leider greift in den sozialen Medien auch eine zeitweise wirklich unweihnachtliche Stimmung um sich, es sind leider hasserfüllte Parolen und scharfmachende Kommentare zu lesen. Es scheint schwierig und kompliziert, die Menschen annehmend aufzuklären, Pandemiebekämpfung ist nun mal keine Privatangelegenheit.

Schließlich waren es nicht die Weisen aus dem Morgenland oder der Herbergswirt in Bethlehem, sondern die Hirten auf dem Felde, die der Engel Botschaft von der Erlösung der Welt vernommen haben. Es waren die einfachen Leute, die die Geburt des Erlösers in die Welt getragen haben, da sollten wir doch freudig verbreiten können, wie man Ansteckung vermeidet?

Es grüßt Sie herzlich

Stefan Lüben p.